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MUSIKALISCHER DIALOG DER KULTUREN

Konzert in der Verdi-Stimmung (A = 432 / C = 256 Hz)

Wolfgang Amadeus Mozart – „Krönungsmesse“

Beethoven: Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre

Bach: Doppelkonzert in d-Moll für zwei Violinen, BWV 1043

Vivaldi: Concerto in A-Dur RV 158

Tchaikowsky: Andante Cantabile

Volkslieder aus Rußland, Ukraine und China

Berlin – 25. Juni, 2016

 

 

 

Musikalischer Dialog der Kulturen

Konzert in der Verdi-Stimmung (a = 432 Hz)

In einer Zeit, die von Terrorismus, Krieg und Flüchtlingsdramen überschattet wird, gilt es, sich der Überlegenheit menschlicher Kreativität über die Kräfte der Zerstörung zu erinnern. Und was könnte diese einzigartige Fähigkeit des Menschen besser demonstrieren, als die großen Werke der verschiedenen Zivilisationen? Indem wir die Einheit in der Vielfalt erkennen und das Gemeinsame über das Trennende erheben, können wir die gegenwärtige profunde, zivilisatorische Krise überwinden. So wird der Dialog der Kulturen zum Leitmotiv dieses Konzerts.

Ausführende sind Mitglieder der Camerata Geminiani, der Russische Kinderchor der Schostakowitsch- Musikschule Berlin-Lichtenberg, der Chinesische Akademikerchor Berlin und der Internationale Chor des Schiller-Instituts. Verantwortlich für die Durchführung sind: Network for International Cultural Exchange (NICE) und das Schiller-Institut.

Mit unserem Konzert wollen wir Verdis Wunsch beherzigen, die Stimmung des Kammertons wieder dahin zu bringen, wo er sich zu Lebzeiten der klassischen Komponisten befand. Der Kammerton wurde über die Jahre Schritt für Schritt in die Höhe getrieben, so daß er heute etwa einen Ganzton höher als vor zweihundert Jahren liegt. Wenn Bach, Scarlatti, Mozart, Beethoven, Verdi oder andere Komponisten gewollt hätten, daß ihre Werke einen ganzen Ton höher gespielt würden, hätten sie diese sicherlich entsprechend höher notiert. Die spezifischen Charakteristika der menschlichen Singstimme, des menschlichen Körpers sowie die Proportionen in Natur und Universum legen einen wissenschaftlichen Kammerton nahe.

In den 1980er Jahren startete das Schiller- Institut eine internationale Unterschriftenaktion, um die Standardstimmung von der willkürlichen Höhe von 440-450 Hz auf das von Giuseppe Verdi geforderte Niveau von 432Hz für den Kammerton „a“ zu bringen. Viele namhafte Künstler unterschrieben damals, darunter Luciano Pavarotti, Joan Sutherland, Renata Tebaldi, Placido Domingo, Mirella Freni, Monserrat Caballe, Kurt Moll, Birgit Nilsson, Carlo Bergonzi, Piero Cappuccili und andere. Im Mittelpunkt stand die Verteidigung der klassischen Tradition des Belcanto-Gesangs. Wie Giuseppe Verdi im Februar 1884 selbst schrieb, hätte er „am liebsten eine einzige Stimmung für die gesamte Musikwelt“, wodurch aufgrund der tieferen Stimmung die Klangfülle „edler, voller, majestätischer und nicht so schrill, wie bei einer hohen Stimmung“ wird.

Die Kampagne für die Verdi-Stimmung mündete am 9. April 1988 in ein internationales Musiksymposium in der Casa Verdi/Mailand, bei dem der Unterschied zwischen der heute üblichen Stimmung und der natürlichen Verdi-Stimmung eindeutig demonstriert wurde. Dabei wurde deutlich, daß Musik und Wissenschaft denselben Gesetzen unterliegen, und daß der verschobene Registerwechsel (Passagio) nicht nur für die Singstimme, sondern auch für Musikinstrumente ein Problem darstellt.


Aufführung

in der Verdi-Stimmung (a = 432 Hz)

Konzertprogramm herunterladen →

 

 

Ludwig van Beethoven: "Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre"


Mykola Leontovych: Schdryk


Berlin Chinese Academicians' Chorus — June 25, 2016


Peter Tchaikovsky: Andante Cantabile


Antonio Vivaldi: Concerto in A-major RV 158


Johann Sebastian Bach: Double Violin Concerto in D minor for Two Violin BWV 1043


Wolfgang Amadeus Mozart — Mass in C „Coronation“, KV 317


Giuseppe Verdi — Va, pensiero


Giuseppe Verdi — Va, pensiero (Encore)

 

Ingo Bathow

Dirigent und Leiter

Der Dirigent Ingo Bathow wurde zuerst von einem Mitglied des Chicago Symphony Orchestra zum Hornisten ausgebildet, kam nach dem Studium an der Northwestern University an die Universität Cambridge und widmete sich unter Prof. John Stevens intensiven Studien der Mittelalter- und Renaissance-Musik. Seine Karriere als Dozent und Dirigent begann 1989 in Rom als künstlerischer Leiter einer Konzertorganisation, die bis heute für ihre Oratorien- und Opernproduktionen bekannt ist. Im Jahr 2003 wurde er zum Präsidenten des Network for International Cultural Exchange in Berlin gewählt, welches die Völkerverständigung durch den Austausch von Künstlern, Komponisten und musikalischen Aufführungen fördert. Aus diesem Austausch resultierten auch die intensiven kulturellen Beziehungen zur VR China, welche in seiner Leitung des China National Orchestra Chorus in der Beijing Concert Hall ihren Höhepunkt fanden.

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Sua Baek

Sopran

Die Sängerin und Korrepetitorin Sua Baek besuchte in Südkorea das Musikgymnasium, Seoul Arts High School, mit dem Schwerpunkt Gesang. Es folgte ein Studium bei Prof. Gabriele Schnaut und Michaela Kaune an der Universität der Künste Berlin. Sua Baek gab mehrere Liederabende in Berlin und Weimar, trat als Solistin im Eröffnungskonzert des 50. Choriner Musikfestivals mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt unter Generalmusikdirektor Howard Griffiths, sowie im großen Saal der Philharmonie Berlin mit dem Chor Camerata vocale Berlin unter Dirigentin Etta Hilsberg auf. Sie studiert z.Zt. Korrepetition bei Prof. Alexander Vitlin an der Musikhochschule Hanns Eisler und wirkte als Korrepetitorin in der Staatsoper Berlin sowie an der Deutschen Oper Berlin und bei mehreren Opernprojekten als musikalische Leiterin.


Mayumi Nakamura

Alto

Mayumi Nakamura wurde in Japan geboren und besuchte dort das Fachgymnasium für Musik „Kitakamakura Joshigakuen“. Nach dem Schulabschluss studierte sie Gesang am „Tokyo College of Music“ und erwarb 1996 das Diplom für Musik in der Fachrichtung Oper und für japanische Musikpädagogik. Seit dem Jahr 2000 lebt Mayumi Nakamura in Deutschland und erhielt im Jahr 2003 ein Engagement für die Opernaufführung Ce soir on tue le cochon von Jean Pacalet.

Durch regelmäßige Fortbildungen wie z. B. durch die Teilnahme am Wiener Musikseminar in der Meisterklasse und dem Meisterkurs der 19. Steglitzer Tage für Alte Musik (Opera Seria – Opera Buffa) erweitert sie stets ihr Repertoire. Zahlreiche Konzertengagements sowohl als Solistin als auch als Chorsängerin führten Mayumi Nakamura u. a. in den Berliner Dom, die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, in die St. Matthäus Kirche und auf die Waldbühne in Berlin. Seit 2013 ist sie Mitglied des Ernst Senff Chor Berlin und des Internationalen Vokalensemble Chor und arbeitet als Konzertsängerin und Gesangspädagogin.


Jose Mari Rubio

Tenor

Der philippinische Tenor Jose Mari Rubio ist Mitglied und Solist beim Diplomatischen Chor Berlin. Er begann eine klassische Gesangsausbildung im Alter von elf Jahren und nahm beim Nationalen Gesangswettbewerb für junge Künstler (NAMCYA) teil, einer Plattform für den Wettstreit junger klassischer Sänger des Kulturzentrums der Philippinen. Im selben Jahr trat er als Mitglied eines Kinderchores bei seiner ersten internationalen Konzerttour in den USA auf. Während seines Universitätsstudiums war er Mitglied und Solist der University of Santo Tomas Singers (zweimaliger Gewinner des Choir of the World), ein Chor, mit dem er bei Wettbewerben und fünf internationalen Chortourneen in Nord- und Zentralamerika, Asien und Europa aufgetreten ist. Jose Mari Rubio arbeitete für die Regierung und in Unternehmen, bevor er seine Frau auf eine diplomatische Mission nach Berlin begleitete.


Chanyoung Lee

Bass

Chanyoung Lee studierte in Hanyang University in Seoul, Südkorea und seit 2014 an der Musikhochschule Hanns Eisler seinen Masterstudiengang. Er hatte Auftritte als Sarastro in Die Zauberflöte und Leporello in Don Giovanni von W. A. Mozart in Seoul, sowie als Falstaff in Die lustigen Weiber von Windsor von O. Nicolai, Pasquale in Don Pasquale von G. Donizetti und als Sprecher in Die Zauberflöte von W. A. Mozart in der Hochschule Hanns Eisler Berlin. Im Oratorienfach war er in diversen Messen in Seoul zu hören: Missa brevis in G KV 49 und Missa brevis in d KV 65, Missa in C „Dominicusmesse“ KV 66 und Missa in C „Trinitatismesse“ KV 167 von W.A. Mozart.


 

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Der Chor des Schiller-Instituts

Das Schiller-Institut will mit seiner Musikarbeit dazu beitragen, eine kulturelle Renaissance zu schaffen, die die Entwicklung der Kreativität jedes Menschen fördert. Der Chor des Schiller-Instituts in Europa hat in den letzten 15 Jahren ausgewählte Stücke des klassischen Repertoires in der Verdi-Stimmung und der Bel Canto-Tradition einstudiert und aufgeführt. Dazu gehören: J.S. Bachs Motette Jesu, Meine Freude, Magnificat und die HMoll-Messe; Mozarts Requiem, der 4. Satz aus Beethovens Neunter Sinfonie, die Chorfantasie,
sowie die Oper Fidelio (in Auszügen). Dabei wird die Stimmbildung durch namhafte Gesangspädagogen des Bel Canto-Gesangs, wie z.B. Antonella Banaudi, unterstützt.

 

In den USA initiierte das Schiller-Institut im Dezember 2014, zusammen mit der Stiftung für die Wiederbelebung der klassischen Kultur, im sog. „Manhattan-Projekt“ als Antwort auf zunehmende Gewalt und Brutalisierung ein Chorprojekt in verschiedenen Bezirken New Yorks, wobei u.a. Händels Messiah aufgeführt wurde.

Wir möchten musikalisch interessierte Laien jedes Alters und jeder Herkunft dafür begeistern, gemeinsam die Schönheit klassischer Komposition zu entdecken und große Kunstwerke in Zusammenarbeit mit professionellen Musikern aufzuführen. Sie sind herzlichst eingeladen, mitzumachen!


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Russischer Kinderchor der Schostakowitsch-Musikschule
Berlin-Lichtenberg

Der Russische Kinderchor der Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg wurde 2010 gegründet. Er feierte in diesem Jahr sein 5-jähriges Bestehen. Das Repertoire umfasst europäische und russische Chorwerke, Volkslieder, klassische, populäre und moderne Musik. Regelmäßig gibt der Chor eigene Konzerte und beteiligt sich an verschiedenen Projekten. Leiterin des Chores ist Irina Freitag.

Er ist immer offen für neue Mitsängerinnen und Mitsänger. Geprobt wird in drei Altersgruppen
immer samstags, außer in den Schulferien.


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Camerata Geminiani

Die Camerata Geminiani ist das erste Streichorchester in London – und wahrscheinlich in ganz Europa – das generell in der Verdi-Stimmung spielt. Das Ensemble setzt sich aus Musikern aus vielen Ländern zusammen, die alle über internationale Erfahrung verfügen und deren leidenschaftliche Liebe zur Musik allenthalben auf begeisterte Resonanz des Publikums stößt. Die Camerata tritt regelmäßig mit namhaften Solisten auf, die dabei die Erfahrung mit der niedrigeren Stimmung zu schätzen gelernt haben. Man legt großen Wert auf die Feststellung, daß es sich bei der Camerata nicht um ein Barockorchester handelt, sondern hier in moderner Weise mit Vibrato gespielt wird.


Gian Marco Sanna

Der Gründer und künstlerische Leiter der Camerata Geminiani ist Gian Marco Sanna. Der italienische Geigenvirtuose verfügt über langjährige internationale Erfahrung und ist sowohl als Solist als auch als Leiter verschiedener Orchester in Europa aufgetreten. Einige seiner Schüler haben sich als Preisträger internationaler Wettbewerbe hervorgetan. Er spielt auf einer Nicolas Lupot (Ende 18. Jahrhundert).


Roberto Valdes (Gastkünstler)

Der berühmte kubanische Geigenvirtuose und Musikprofessor Roberto Valdes ist weltweit auf wichtigen Bühnen aufgetreten. Als internationaler Solist arbeitet er mit bedeutenden Künstlern wie Frank Preuss und Mikhail Bezverkhny zusammen. Valdes ist Solist, Gründer, Leiter und künstlerischer Direktor der Camerata Filarmonica del Caribe und des Camerata Ensemble. Er unterrichtet u.a. in Lissabon/Portugal; viele seiner Studenten haben internationale Preise gewonnen.

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Das Schiller-Institut:

Ein neues Paradigma für die gemeinsame Zukunft der Menschheit schaffen

Das 1984 gegründete, international tätige Schiller-Institut setzt sich für das unveräußerliche Recht aller Menschen auf materiellen, moralischen und intellektuellen Fortschritt ein. Es ist nach dem großen deutschen Dichter Friedrich Schiller benannt, dessen Werke die republikanische Opposition gegen die oligarchische Tyrannei weltweit inspiriert hat.

Helga Zepp-LaRouche, die Ehefrau des amerikanischen Staatsmanns und Ökonomen Lyndon LaRouche, ist Gründerin und Vorsitzende des international tätigen Schiller-Instituts. Das Schiller-Institut tritt für einen globalen Dialog der Kulturen als unverzichtbare Alternative zur
menschheitsbedrohenden geopolitischen Konfrontation ein.

Mit internationalen Konferenzen und Publikationen legte das Schiller-Institut in über dreißig Jahren Konzepte zur Überwindung der Armut auf allen Kontinenten durch den Wiederaufbau der Weltwirtschaft mit großen Infrastrukturprojekten (Weltlandbrücke, „Neue Seidenstraße“) vor. Das Schiller-Institut setzt sich insbesondere für die Entwicklung Afrikas und des Nahen Ostens mit einem Sofortprogramm zum Ausbau von Infrastruktur, Industrie und Landwirtschaft ein.

Eine neue gerechte Weltwirtschaftsordnung ist aber nur mit einer gleichzeitigen kulturellen Renaissance möglich, die die schöpferischen Fähigkeiten des Menschen in den Mittelpunkt stellt. Denn, wie Schiller in der „Gesetzgebung des Lykurgus und Solon“ schrieb, ist der „Zweck der Menschheit kein andrer, als Ausbildung aller Kräfte des Menschen, Fortschreitung.“

Das Schiller-Institut wurde 1984 gleichzeitig in Deutschland und den USA gegründet und breitete sich schnell weltweit aus. Heute gibt es Schiller-Institute in vielen europäischen Ländern, in den USA, in Ibero-Amerika, in Australien, sowie Freunde und Mitstreiter in Russland, China, Asien, Nahost und Afrika.