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Die Weltlandbrücke aufbauen!

Das Konzept der Weltlandbrücke entwickelte sich aus den Vorschlägen, die das Schiller-Institut ab 1989 im Zuge der Wende zur Integration der ehemaligen Ostblock-Staaten vorstellte. Das Projekt hieß zunächst das Produktive Dreieck, wurde aber ab 1991 auf Asien erweitert und war nun als Eurasische Landbrücke bekannt. Damals wie heute zielen unsere Vorschläge auf die Errichtung einer wirklichen Friedensordnung für das 21. Jahrhundert hin.

Obwohl wir alle wissenschaftlichen und technologischen Mittel für die Bereitstellung menschenwürdiger Lebensbedingungen zur Hand haben, leiden über eine Milliarde Menschen an Hunger und Unterernährung, 25.000 Kinder – eine Kleinstadt – verhungern jeden Tag, 3 Milliarden Menschen leben in Armut und werden ihrer Menschenrechte beraubt. Ist es da nicht unsere heilige Pflicht, diese Mittel anzuwenden? Wir brauchen eine großangelegte Entwicklungsstrategie, die auf den Entwicklungsdekaden der Vereinten Nationen in den 1950er und 1960er Jahren aufbaut, und den Wertewandel der letzten 40-50 Jahre als den falschen Weg ablehnt, um so die Idee von „Frieden durch Entwicklung“ wiederzubeleben.

Diese Vision könnte die Umsetzung der Weltlandbrücke mit ihren vielen Großprojekten wie NAWAPA, dem Tunnel unter der Beringstraße, die Entwicklung der Arktis, die Erweiterung der Eurasischen Landbrücke vor allem in den Nahen und Mittleren Osten und den indischen Subkontinent, und die Anbindung Afrikas an die Weltlandbrücke durch Tunnels, unter der Straße von Gibraltar zur Verbindung von Marokko und Spanien, sowie zwischen Tunesien und Sizilien, sein.

Die Weltlandbrücke - Die wichtigsten Verbindungen und Korridore

Ein geschichtlicher Rückblick:

Der Kampf für die „Neue Seidenstraße“

Die von der heutigen chinesischen Regierung unter Präsident Xi Jinping verfolgte Politik der „Neuen Seidenstraße“ wurde schon Anfang der 1990er Jahre von Lyndon LaRouche und Helga Zepp-LaRouche und ihren Mitarbeitern als Konzept entwickelt und in zahllosen Publikationen und Veranstaltungen propagiert. Hier eine Auswahl der wichtigsten Aktivitäten.

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Nun, es gibt keinen Grund, warum dieses Goldene Zeitalter der Persischen und Arabischen Renaissance nicht wiederbelebt werden könnte. Es ist ähnlich wie bei den europäischen Kulturen, die heute von ihren Höhepunkten abgeschnitten sind: Italien ist nicht mehr auf dem Niveau der italienischen Renaissance, Deutschland ist nicht auf dem Niveau seiner eigenen klassischen Periode – aber es gibt keinen Grund, warum nicht nur Europa, sondern auch die arabische, die persische und islamische Welt nicht auf einem modernen Niveau wiedergeboren werden könnte, aber mit einer Verbindung zu ihren Wurzeln in ihrem früheren Goldenen Zeitalter.

Vor allem herrscht ein schrecklicher Mangel an Infrastruktur und an industrieller Entwicklung. Es gibt dort wegen des großen Wassermangels fast keine Landwirtschaft. Man kann fünf, sechs, sieben Stunden lang über Nordafrika und den Nahen Osten fliegen und hinaus sehen und sieht keinen einzigen grünen Fleck. Ich habe das einmal getan und ich habe gesucht — wo sind die Oasen? Es gab keine!

Helga Zepp-LaRouche, Präsidentin des Schiller-Instituts, 24. November 2012


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    Mein poetischer Beitrag zur Weltlandbrücke:

    D I E B R Ü C K E

    FRUGIFEROS CELERET MOTUS IMMOBILIS IPSE
    (Selbst unbeweglich, möge sie nützliche Bewegung beschleunigen) **Inschrift Göltzschtalbrücke Mylau**

    Wie herrlich ist des Waldes Fülle, wo ungestört der Vogel spielt,
    naturberauscht, in sanfter Stille, der Wandrer sich die Füße kühlt.

    Wo könnte es noch besser sein, vergessen alle Ungemach,
    wo nichts dem Seelenfrieden fehlt in Grases weichem Schlafgemach.

    Wie lieblich ist das Spiel der Blätter, dazwischen glitzert Sonnenlicht –
    des blauen Himmels warmes Wetter: Es ist so schön! – drum geh noch nicht …

    *

    Talwärts von des Berges Höhen fließt in munterem Erguss
    spielend, plätschernd, ganz allmählich der Gebirgsbach bis zum Fluss.

    Doch welch trügerisch Idylle? Oh, welch unheilvoller Kummer?
    Wehe, wenn Naturgewalten sprengen der Romantik Schlummer!

    Wogend, rauschend, mit Getöse sich die ungestüme Kraft,
    wild, im Kampf der Elemente rücksichtslosen Platz verschafft,

    reißt mit gnadenlosem Streben und mit schreckensvoller Pracht
    mit sich nieder Weg und Stege daß es gurgelt, schäumt und kracht

    und zerschneidet jede Bande, die das Leben sich erdacht,
    teilt und herrscht – brutal – mechanisch – nur allein auf sich bedacht.

    *
    Die Tiere seh´n das Unglück nah´n, sie weichen dem Verheeren:
    Dem Argen geht man aus dem Weg – was bringt es sich zu wehren?

    Jedoch der Mensch, hat er Verstand, beobachtet das Treiben,
    noch schwankend zwischen Mut und Angst – zieht er es vor zu bleiben.

    Und staunt – und sinnt im Geiste nach – und wünscht des Unheils Lücken,
    der Katastrophe Ungemach, alsbald zu überbrücken.

    Noch zögert er und wartet ab, doch nachts in seinem Traum
    sieht er den unterspülten Fels, den umgestürzten Baum.

    Und er begreift das Synonym, erkennt des Wissens Spur.
    Er untersucht und er durchschaut die Spiele der Natur.

    Und es ergreift ihn Euphorie, die Ohren taub für Spötter,
    die größte Last wird im zur Lust, vergessen alle Götter.

    Und ohne Zögern gäbe er des Paradieses Glück,
    doch selbst um´s Leben niemals mehr den Apfel je zurück.

    Die Wissenschaft ist eine Kraft,
    die Zweifel sucht und Wissen schafft.

    *
    Macht euch die Erde Untertan, gebt Platz den Flügelwänden,
    der Widerlager Untergrund muss tragen beide Enden.

    Bewehrungseisen flechtet nun, der Schlucht zum Trotz, und windet
    den Baustahl in die Konstruktion, dass sie auch trägt und bindet.

    Schalt ein das starke Fundament, die Lager und die Stützen,
    prüft kritisch ob mit Präzision die Ankerstangen sitzen,

    Nun füllt die Schalung mit Beton, die Mischung gut verdichtet,
    die Felder leget auf und spannt, die Kappen mit errichtet.

    Der Kettenlinie edler Schwung dem Bauplan liegt zugrunde.
    Der Kräfte Durchlauf wirket nur mit der Natur im Bunde.

    ***
    Zwei Ufer, zwei Wege verbunden,

    noch gestern getrennt und entzweit,
    gefährliche Mühsal entschwunden,

    der Weg zueinander bereit –
    entdeckte Gemeinsamkeit.

    Es waren zwei Königskinder, die haben einst bitter geweint,
    die Sage uns schmerzt nicht minder: Doch heut wär´n sie glücklich vereint!

    Ein Handschlag, ein Lächeln, zwei Blicke: Verwirklichte Theorie

    verbindet zwei Lebensgeschicke – respektvolle Sympathie.

    *
    Vollendet das Werk, ausgezahlet der Lohn, die Bauleute ziehen nach hause.
    Im Kreise der Lieben da warten sie schon, verdient hat ein jeder die Pause.

    Obwohl es nicht leicht ist alleine zu sein, die Liebe vertraut ohne Klagen
    und da es geschuldet der höh`ren Idee – geduldig die Trennung ertragen.

    Das Gold, was den Finger verzieret, ward niemals als Fessel gedacht –
    doch manchen schon hat es verführet, den Liebsten zum Sklaven gemacht.

    Nicht klammern soll es, nicht erdrücken, nicht blenden in schillerndem Glanz,
    nicht jammern soll es – nur beglücken, sich hinwenden mit Toleranz.

    Der Eigennutz kennt kein Verzeihen, will immer den größten Teil.
    Der Selbstsucht verderbliches Freien vergiftet selbst Amors Pfeil.

    *
    Was tun:

    – wenn dem liebenden Bunde der Zweifel den Mut vergällt?
    – der Blick in verworrener Stunde voll Schmerz in den Abgrund fällt?
    – der Mensch in verbitterter Regung des Bauwerkes Absicht verfehlt?

    Noch nie war es nützlich Bewegung, wenn jemand am Boden zerschellt!

    Wer kann schon sein Schicksal verdammen, obwohl die Poente noch fremd,
    im Frühling des Lebens entflammen den Wunsch nach dem letzten Hemd?

    Wer könnte die Note verfluchen, bevor er das Lied je gehört?
    Warum nur den Untergang suchen – vom eigenen Mitleid betört?

    Wie kann man sein Ohr jemals leihen der Dummheit satanischer Brut?
    Den Teufel wohl selbst würd´ es reuen – dafür wär´ selbst ER sich zu gut!!!

    *
    Nur die Freude stillt das Klagen, Freude ist des Lebens Meister,
    Freude muss den Ton anschlagen – sie vertreibt die dunklen Geister.

    Freude nur beseelt das Leben – sie allein macht auf das Glück!
    Freudig, lasst uns Freude geben – nur geschenktes kehrt zurück!

    Bis du schwarz wirst, kannst du warten, auf des Echos Widerhall –
    sprießt nicht erst aus eignem Garten freudenvoller Jubelschall.

    *
    Besitzstand nicht fördert die Liebe, des Herzens gemeinsamer Ton
    entwickelt die zärtlichen Triebe – der Seele Synchronisation.

    Das Trachten, das Tun und das Denken verbindet der Liebenden Schritt –
    das Feuer der Jugend zu lenken. Kein Zweifel, das Auge liebt mit!

    Doch soll nicht der Trieb der Begierde, verlocken die zitternde Hand –
    wie süß auch die äußere Zierde – nur Inhalte haben Bestand!

    Der Liebe verknüpfende Bande, so zart wie aus Seide gewebt,
    zu halten ist sie nur imstande, wenn beides nach Einigkeit strebt.

    Und läßt du es locker zuweile, so bleibt die Verbindung stumm –
    doch ziehst du zu stark an dem Seile, dann wirfst du den Anderen um.

    Gemeinsame Wege begründen, mit freudigem Schwung voller Mut
    das Schöne am Guten entzünden, der Seelenlieb zärtliche Glut.

    Den Kampf der Geschlechter vergessen – geschlachtet die heilige Kuh –
    aufs Wohle des Liebsten versessen. Die Liebe erlaubt nur das Du!

    Zwei Herzen, zwei Menschen verbunden,

    vereinigt in Freud wie in Leid,
    in Fürsorge liebend umwunden,

    gemeinsames zärtlich Geleit –
    gelebte Unsterblichkeit.

    ***

    Heut wird mancher Bürger wohl meinen: „Welch Unfug die Ohren mir quält!
    Da gab es doch schon mal so einen – von Nächstenlieb hat er erzählt.

    Sein Freundeskreis hat ihn verlassen, der Mittelstand hat ihn verflucht,
    Tiberius befahl ihn zu fassen, der Rest hat das Weite gesucht.

    Im Garten bekam er das Flennen – ein Freund ihn verriet für Geld –
    sein Bester wollt ihn nicht mehr kennen – der Mob hat ihn ausgezählt.

    Ja, nicht mal sein Kreuz konnt´ er tragen, selbst dies trugen sie ihm noch nach –
    ein klassischer Fall von Versagen, sehr schnell ihm das Auge wohl brach.

    Die Sage, er wär´ auferstanden – wohl reine Phantasie,
    sie stammte von seinen Bekannten – Verschwörungstheorie!“

    Doch heute, nach zweitausend Jahren, geht auf noch was er uns gesät:
    Despoten selbst mußten erfahren der Nächstenlieb Genialität!

    Ideen – die kann keiner töten, allein der Versuch wird zur Qual,
    erschlägt man erst ihre Propheten – vermehren sie sich ohne Zahl.

    Ein Menschenkind könnt ihr belügen nur kurz,

    selbst in göttlichem Namen,
    doch niemals stets alle betrügen

    auf Immer – in Ewigkeit –

    Amen!

    *

    Aus Lug und Trug, nach kurzer Weil,
    wird Zwietracht, Streit und Vorurteil.

    Der Lüge Last die Brücke bricht ,
    denn was betrügt – verbindet nicht!

    Ist der Betrug auch nur zum Teil,
    je spitzer noch der spaltend Keil.

    *
    Der Wurm um den Haken verleitet den Fisch –
    in Wahrheit verpackt wirkt das üble Gemisch.

    Ja selbst im Schweigen lebt das Lügen,

    doch in letztlicher Instanz
    kann eines nur auf Dauer siegen:

    Argument statt Ignoranz!

    So lange die Lakaien schweigen, sie sind des Unheils Lieferanten,
    der Mensch als Sklave muss verneigen sich vor des Fortschritts Flagellanten.

    Vergeblich wird der Glaube an Vergebung ihrer Schwächen,
    ganz plötzlich wird es sichtbar dann, wenn alle Dämme brechen.

    Die böse Tat in Inzucht zeuget den Geist, der sie einst selbst gebar –
    wer sich den dunklen Mächten beuget, dem wird der schlimmste Albtraum wahr.

    *
    Wie seid ihr so tief nur gefallen,

    ihr winzigen Seelen im schwarzen Sarong,
    der Apokalypse Vasallen –

    verbrennt uns das Mädchen von Orléans?

    Aus jeder Illustrierten hetzen der weißen Westen braune Spitzen,
    den blutverschmierten Dolch noch wetzen, der Flammenkreuze Zipfelmützen.

    Apart fühlt sich das blaue Blut, Berufsstand: „Diplomat“,
    beherrscht noch in der Hölle Glut politischen Spagat.

    Des Volkes Wohl ist die Devise, doch zur Karriere auf die Schnelle
    wird akzeptabel jede Krise, die Hochkultur der Sollbruchstelle.

    Mit leichter Hand wird eingespart:
    – des kleinen Bürgers Lohn,
    – die Existenz der eignen Art,
    – Gemeinwohl der Nation.

    Doch Austerität* ist nicht mehr als Betrug,

    nur Wachstum vermehret die Saaten, (* extreme Sparpolitik)
    im Kampf gegen Hunger durch Nahrungsentzug –
    zerfallen selbst blühende Staaten.

    Manch Reich verdarb in kurzer Zeit,

    es waren ihrer viele –
    wer teilt herrscht nicht in Wirklichkeit –

    es sind nur

    Brot und Spiele!

    Dem Marcuslöwen fletschend Zahn,

    zu stumpf für das Elysium,
    sei nicht gegönnt der Friede für

    sein Sünden-Evangelium!

    *
    Nach Prinzipien lasst uns streben,

    Schluss mit der Inquisition,
    Zukunft kann es einzig geben –

    treibt den Menschen die Vision!

    „Bauet Städte, spannet Brücken, hauchet ihnen Leben ein,
    meißelt freudiges Entzücken in den grauen, kalten Stein!

    Übet redlich euch im Fleiße, liebet, lachet und verzeiht!
    Schwarze, Gelbe, Rote, Weiße – strebet nach Glückseeligkeit!

    Lasset Flügelpferde steigen aufwärts in des Himmels Wogen,
    friedlich eint der bunte Reigen farbenfroher Regenbogen!“

    Auf der Brücke festem Stande

    fliesset nützliche Bewegung,
    staunt mein Blick in blühend Lande,

    alles strebt in fleißger Regung.

    Auf die Menschen schau ich nieder,

    innig liebend Hand in Hand,
    unbeschwerter Kinderlieder

    freudenvolles Wunderland.

    Länder, Völker und Kulturen

    stets zum Dialog bereit –
    schneller drehen sich die Uhren

    auf dem Weg in bessre Zeit.

    Zweier Hügel, zweier Seelen, zweier Völker
    schönsten Traum –
    Brückenbogen stolz vermählen.

    Gutes muss stets allen nützen –

    hoch erhabne, feste Stützen überwinden Zeit und Raum.

    * * * * * * * * * * * * *

    Ralf Geisendörfer

    http://www.multirapid.de