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Helga Zepp-LaRouche spricht beim Raisina-Dialog in Neu-Delhi

Helga Zepp-LaRouche spricht beim Raisina-Dialog in Neu-Delhi

Eine Konferenz in Neu-Delhi befaßte sich mit den physischen, wirtschaftlichen, menschlichen und digitalen Verbindungen in Asien und den Herausforderungen dieses Jahrhunderts

Das indische Außenministerium hat vom 1.-3. März 2016 in Neu-Delhi gemeinsam mit der Observer Research Foundation (ORF) erstmals den Raisina-Dialog veranstaltet. Im Mittelpunkt der Konferenz mit mehr als 600 Gästen aus mehr als hundert Ländern stand die Notwendigkeit internationaler Partnerschaften zur wirksamen Bewältigung der Herausforderungen dieses Jahrhunderts.

Unter den Rednern waren Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft, darunter Minister verschiedener Regierungen, andere hochrangige Regierungsvertreter und Politiker sowie führende Persönlichkeiten aus Handel und Industrie, Sicherheitsexperten sowie Vertreter der Medien und des akademischen Lebens. Zu den Rednern der Eröffnungssitzung gehörten die Außenminister Indiens und Bangladeshs, Sushma Swaraj und Abdul Hassan Mahmud Ali, und mehrere ehemalige Staatspräsidenten: Hamid Karzai (Afghanistan), Chandrika Bandaranaike Kumaratunga (Sri Lanka) und Sir James Mancham (Seychellen); außerdem sprachen bei der Konferenz der indische Außenamtssekretär Subrahmanyam Jaishankar, mehrere weitere Minister der indischen Regierung sowie der frühere chinesische Außenminister Li Zhaoxing, der Senior Vice President des Seidenstraßenfonds Ding Guorong, viele weitere amtierende oder frühere Politiker und nicht zuletzt Helga Zepp-LaRouche, die Vorsitzende des Schiller-Instituts.

Die Sitzungen der dreitägigen Konferenz behandelten verschiedene Aspekte. Unter dem Titel „Wohin geht die Europäische Union?“ befaßten sich die Redner, darunter zwei Abgeordnete des Europäischen Parlaments, mit der Herausforderung der Eurozone durch die Flüchtlingskrise und den Terrorismus. Die meisten Redner machten den Mangel an Solidarität unter den Mitgliedstaaten für die Krise verantwortlich, aber in der anschließenden Diskussion konnte Helga Zepp-LaRouche darauf hinweisen, daß der einzige Weg zur Lösung der Flüchtlingskrise eine Art Marshallplan zum Wiederaufbau der durch die ständigen Kriege zerstörten Region sei. Auch wenn die Redner hierauf nicht direkt antworteten, hinterließ ihr Beitrag doch großen Eindruck und wurde am Nachmittag von einem Redner einer anderen Diskussionsrunde und in vielen Gesprächen am Rande der Konferenz aufgegriffen.

In der Diskussionsrunde „Einen Kontinent verbinden: eine asiatische Union“ forderte Helga Zepp-LaRouche in ihrem Konferenzbeitrag Indien, China und Rußland auf, den Entwicklungsprozeß der Neuen Seidenstraße „hoffentlich gemeinsam mit vielen anderen“ nach Südwestasien und Nordafrika zu erweitern, als das einzige Mittel, die Welt vor der drohenden Gefahr eines thermonuklearen Krieges zu bewahren. „Die neue Vereinbarung zwischen US-Außenminister Kerry und dem russischen Außenminister Lawrow über eine Waffenruhe in Syrien ist möglicherweise eine entscheidende Wende in der gesamten strategischen Lage, vorausgesetzt, daß insbesondere China, Rußland und Indien sofort mit den Länder Südwestasiens zusammenarbeiten, um ein umfassendes Aufbauprogramm umzusetzen, nicht nur für die vom Krieg zerstörten Länder Syrien, Irak und Afghanistan, sondern für die gesamte Region von Afghanistan bis zum Mittelmeer und vom Kaukasus bis zum Golf von Persien. Mit der Reise Präsident Xis in die Region – nach Iran, Ägypten und Saudi-Arabien – ist nun die Verlängerung der Seidenstraße auf dem Tisch.“ In der anschließenden Diskussion konnte sie ihre Ausführungen noch ergänzen und die Debatte auf die strategische Ebene heben.

Im Verlauf der Konferenz wurde Zepp-LaRouche immer wieder von dankbaren und besorgten Konferenzteilnehmern angesprochen, die über die Fragen diskutieren wollten, die sie in die Debatte gebracht hatte, insbesondere über die Kriegsgefahr und die Initiative der Neuen Seidenstraße.

Weitere Diskussionsrunden befaßten sich mit Themen wie „Asiens strategische Ordnung“, mit einer Debatte über den Einfluß von Kernwaffen auf die Stabilität in der Region, oder „Asiens Gewässer“, wobei es um den Ausbau der transnationalen Flußbecken und die Bedeutung von Energiekorridoren und internationalen Wasserstraßen ging. Mehrere Diskussionsrunden befaßten sich mit Sicherheitsfragen, dabei ging es um asymmetrische und unkonventionelle Bedrohungen für die nationale Sicherheit durch staatliche und nichtstaatliche Akteure, und die Frage, wie man darauf reagiert.

Wir werden in der kommenden Ausgabe noch ausführlicher über die Konferenz berichten.

kk

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